Wissen & FAQ

Neurologie verständlich erklärt.

Gut informiert kommt es sich ruhiger in die Praxis. Hier beantworten wir die Fragen, die uns Patientinnen und Patienten am häufigsten stellen – zu Untersuchungen, Krankheitsbildern und zum Ablauf.

Vor Ihrem Termin

Organisatorisches

Was sollte ich zu meinem ersten Termin mitbringen?

Bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte, eine Liste Ihrer aktuellen Medikamente, vorhandene Befunde oder Bildgebungen (etwa MRT- oder CT-CDs) sowie den Überweisungsschein Ihrer Hausärztin oder Ihres Hausarztes mit. Wenn Sie sich vorab notieren, wann, wie oft und in welcher Situation Ihre Beschwerden auftreten, hilft uns das sehr bei der Diagnose.

Brauche ich eine Überweisung?

Gesetzlich Versicherte benötigen in der Regel eine Überweisung zur fachärztlichen Behandlung. Privatpatientinnen, Privatpatienten und Selbstzahler:innen können sich direkt bei uns vorstellen. Bei akuten oder dringlichen Beschwerden rufen Sie uns bitte an – wir finden gemeinsam eine Lösung.

Werden die Kosten von meiner Krankenkasse übernommen?

Wir behandeln gesetzlich und privat versicherte Patientinnen und Patienten. Medizinisch notwendige Untersuchungen und Behandlungen werden von den Krankenkassen übernommen. Individuelle Zusatzleistungen besprechen wir vorab transparent mit Ihnen, damit keine unerwarteten Kosten entstehen.

Diagnostik

Die Untersuchungen

Wie läuft ein EEG ab und tut es weh?

Beim EEG (Elektroenzephalografie) werden über kleine Elektroden auf der Kopfhaut die Hirnströme aufgezeichnet. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen – es fließt kein Strom in den Körper, wir messen nur. Sie dauert etwa 20 bis 30 Minuten, in denen Sie entspannt sitzen oder liegen.

Was ist der Unterschied zwischen EMG und NLG?

Die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) misst, wie schnell ein Nerv Signale weiterleitet – hilfreich etwa bei Taubheitsgefühlen oder einem Karpaltunnelsyndrom. Die Elektromyografie (EMG) untersucht die Aktivität der Muskeln selbst. Beide Verfahren ergänzen sich und werden bei uns direkt in der Praxis durchgeführt.

Wozu dient der neurologische Ultraschall?

Mit der Duplexsonografie stellen wir die hirnversorgenden Gefäße dar und erkennen Verengungen oder Ablagerungen frühzeitig. Das ist ein zentraler Baustein der Schlaganfallvorsorge – schmerzfrei, ohne Strahlung und unmittelbar auswertbar.

Krankheitsbilder

Beschwerden verstehen

Wann sollte ich mit Kopfschmerzen zur Neurologin?

Eine neurologische Abklärung ist sinnvoll bei neu auftretenden, ungewohnt starken oder häufigen Kopfschmerzen, bei Kopfschmerzen mit weiteren Symptomen wie Sehstörungen, Taubheit oder Sprachproblemen sowie wenn übliche Schmerzmittel nicht mehr helfen. Wir finden heraus, um welche Kopfschmerzform es sich handelt, und entwickeln eine passende Therapie.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Warnzeichen sind eine plötzliche Lähmung oder Taubheit – oft nur einer Körperseite –, ein hängender Mundwinkel, plötzliche Sprach- oder Sehstörungen sowie heftiger Schwindel. In diesem Fall zählt jede Minute: Wählen Sie sofort den Notruf 112. In unserer Praxis beraten wir Sie zur Vorsorge und zur Senkung Ihres persönlichen Risikos.

Ist Zittern immer ein Zeichen für Parkinson?

Nein. Zittern (Tremor) hat viele mögliche Ursachen – vom harmlosen, oft familiär gehäuften essentiellen Tremor bis hin zu Parkinson. Genau diese Unterscheidung ist entscheidend, denn die Behandlung unterscheidet sich deutlich. Wir grenzen die Ursachen sorgfältig ab, bevor eine Therapie beginnt.

Was kann hinter anhaltendem Schwindel stecken?

Schwindel kann vom Gleichgewichtsorgan, vom Herz-Kreislauf-System oder vom Nervensystem ausgehen. Als Neurologinnen prüfen wir, ob eine neurologische Ursache vorliegt, und arbeiten bei Bedarf eng mit anderen Fachrichtungen zusammen, damit Sie eine klare Antwort und die richtige Behandlung erhalten.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Wir beantworten sie gern persönlich.